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Kurze Geschichte der Weinkultur in Spanien und Portugal

 

Auf der iberischen Halbinsel, also im heutigen Spanien und Portugal, hat die Weinkultur eine lange Tradition.

Vor über 2000 Jahren, als noch die Basken den Norden und keltische Stämme den Rest der iberischen Halbinsel besiedelten, brachten vermutlich schon die Griechen oder die phönizischen Karthager, die vor allem entlang der Mittelmeerküste und im Süden der iberischen Halbinsel Handelsniederlassungen und Kolonien gründeten, mit Sicherheit aber spätestens die Römer den Weinbau und damit die Weinkultur auf die iberische Halbinsel.

 

In den Resten einer Villa in Augusta Emerita, dem heutigen Mérida in der autonomen Region Extremadura, einer Gründung von Kaiser Augustus, befindet sich dieses eindrucksvolle Mosaik, das antike Weinmacher bei der Arbeit zeigt. Während ein einzelner Mann am unteren Rand der Darstellung Trauben in einen Korb pflückt, zerstampfen im zentralen Teil des Bildes drei Männer mit den Füßen  die geernteten Trauben in einem Trog,  aus dem der Saft in Krüge fließt.

 

Auch  die auf höchste Qualität bedachten Spitzen-Bodegas unserer Tage, die bei der Vergärung des Traubenmosts in modernen Edelstahltanks mit ausgeklügelten Computerprogrammen die Temperatur so regeln, dass sie die optimale Aromaausbeute bei ihren Weinen erzielen, setzen beim Zerquetschen der frisch gelesenen Trauben auch heute noch auf das 2000 Jahre alte, äußerst schonende Verfahren der Fußarbeit.  

 

 

 

Die Bodegas Ysios, eine der sog. Weinkathedralen (im Bild links der Neubau nach Plänen des Stararchitekten Santiago Calatrava), in Laguardia in der Denominación de Origen Rioja alavesa in der Baskenregion Álava, sowie die Bodegas Emilio Moro und Bodegas Felix Callejo, beide in der Denominación de Origen Ribera del Duero, zählen zu den renommierten und hochprämierten Weingüten des Landes, die traditionelle mit hochmodernen Methoden der Weinbereitung verbinden.

 

 << Kleine Weinkunde für spanische Weine >>

 

Die Weine der genannten und der nachfolgend aufgeführten kleinen Auswahl an Bodegas, die ich selbst - teils mehrfach - besucht habe,  kann ich uneingeschränkt empfehlen. Bezugsmöglichkeiten in Deutschland können in nahezu allen Fällen bei Walter Liehmann Reise Specials abgefragt werden.

 


 

Bodegas in der DO NAVARRA

Zwischen den Städten Pamplona und Burgos, im Dorf  Ayegui kurz hinter  der Provinzstadt Estella, mit baskischem Namen Lizarra, einem der schönsten Orte am Jakobsweg, liegt das baufällige ehemalige Benediktinerkloster Santa María la Real de Irache, wo sich im frühen Mittelalter das erste Pilgerhospital am Jakobsweg befand. Die Gebäude sollen jetzt zu einem Parador ausgebaut werden.

Die strategisch günstige Lage am Jakobsweg hat die Bodegas Irache - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kloster gelegen - bei ihrer Gründung dazu bewogen, einen Weinbrunnen einzurichten, an dem sich erschöpfte Pilger mit einem Schluck Wein kräftigen können. Dieser Brunnen ist auch heute noch, nach über 100 Jahren, nach einer Renovierung in Betrieb.

Die Tierra de Estella, das Land bei Estella, war bereits im 12. Jahrhundert als "Land guten Brotes und hervorragenden Weines" bekannt, wie man im Kodex Calixtinus nachlesen kann.

Bodegas Irache

31240 Ayegui, Tel. 0034 - 948 - 551 932; www.irache.com

 

Bodegas Julián Chivite

Seit 1647 in Familienbesitz, mit hohem Qualitätsanspruch, zählt mit ca. 80 ha. zu den mittelgroßen Privatbetrieben in Spanien. In jüngster Zeit durch Erwerb neuer Rebanlagen auch außerhalb des Stammsitzes in Navarra und in der DO Ca. Rioja aktiv.

31592 Cintruénigo, Tel. 0034 - 948 - 811 000; www.bodegaschivite.com

 

*****

Bodegas in der DO Ca LA RIOJA und RIOJA ALAVESA

 

Bodegas Campillo

Die erste der großen Kathedralen des Weins in der Rioja alavesa, 1990 als Tochtergesellschaft des Faustino-Imperiums, einem der größten Weinbaubetriebe in Familienbesitz, gegründet. 50ha., 12.000 Barriques. 1,2 Mill. Liter Wein am Lager. Setzt konsequent auf den Ausbau reinsortiger Tempranillo-Weine hoher Qualität. Auch der im Barrique ausgebaute Weißwein aus der Viura-Rebe hat hohe internationale Auszeichnungen errungen.

01300 Laguardia (Álava), Tel. 0034 - 945 - 600 826;

www.bodegascampillo.es  

 

 Bodegas Faustino

Mit 650 ha. eigener Rebfläche in einer privilegierten Lage zwischen der Südflanke des kantabrischen Gebirrges und dem Ebro-Tal, einer der big player auf dem Markt für Rotweine; stark exportorientiert, nahezu überall in Deutschland zu finden: Faustino V Reserva, Faustino I Gran Reserva.

01320 Oyón (Álava), Tel. 0034 - 945 - 622 500;

www.faustino.es

 

Bodegas Muga

Mit 150 ha. ein mittelgroßer, sehr auf Tradition bedachter mustergültiger Betrieb mit hervorragenden Weinen, der seine Weine unter Verzicht auf Beton und Glas oder Edelstahl konsequent im Holz ausbaut. Der Gärprozess erfolgt in großen Eichenfässern, die Veredelung wie bei anderen Betrieben in Barrique-Fässern. Ein Besuch bei MUGA lohnt insofern, als man den Kontrast zu den ganz modernen, auf HighTech setzende Betriebe erlebt.

26200 Haro (La Rioja), Tel. 0034 - 941 - 311 825;

www.bodegasmuga.com

 

  Ysios

 

Mit 50 ha. eher klein, ist Ysios in anderer Weise bemerkenswert. Die erst 1998 gegründete Bodega in exponierter Lage vor dem kantabrischen Gebirge in einem spektakulären Bau des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava gehört zum Aktienimperium der überwiegend britisch dominierten Firmengruppe Allied Domecq Bodegas und setzt konsequent auf High Tech und modern vinifizierte elegante Rotweine für den gehobenen Geschmack (und Geldbeutel) einer anspruchsvollen internationalen Kundschaft. Sehens- und besuchenswert!

01300 Laguardia (Álava), Tel. 0034 - 945 - 600 640;

www.domecqbodegas.com


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Bodegas in der DO RIBERA DEL DUERO

 

Die Wahl fällt mir schwer zwischen den Weinen meiner Favoriten aus einer der besten Weinbauregionen Spaniens, der DO Ribera del Duero. Die klimatischen Bedingungen, die Böden und Höhenlagen sind ideale Voraussetzungen für die Erzeugung von Spitzenweinen.
 

 

   

Bodegas Emilio Moro

Bodegas CEPA 21

Das Weingut Emilio Moro mit 105 ha. bester Weinberge liegt im weiten Tal des Rio Duero im berühmten Weinort Pesquera. Erst 1988 gegründet, hat es der Familienbetrieb innerhalb nur weniger Jahre mit seinen sortenreinen Tempranillo-Weinen der Marken Malleolus und Cepa 21 in die Spitzengruppe der besten spanischen Weinerzeuger geschafft, mit regelmäßigen Top- Bewertungen bei großen internationalen Wettbewerben, im Wine Spectator und in den bekannten Weinführern Parker und Guía Peñin.

Bodegas CEPA 21 ist ein neues, erst 2002 gegründetes Weingut von Emilio Moro und seinen Kindern, ein High Tech-Betrieb mit integriertem Gourmet-Restaurant, ein Joint Venture, an dem bekannte spanische Fußballspieler und Leute aus dem Show Business beteiligt sind.

Bodegas Emilio Moro, 47315 Pesquera (Valladolid)

Tel  0034 - 983 - 878 400;

www.emiliomoro.com

 

Félix Callejo

 

Ebenfalls eine Neugründung, aus dem Jahr 1989, mit ca. 60 ha. Etwas außerhalb des Duero-Tals zwischen Hügeln in fast 800 m Höhe in der Provinz Burgos gelegen, sind die Weinberge rauerem und trockenerem Klima ausgesetzt. Auch Felix Callejo und seine Kinder setzen wie viele andere Bodegas in der DO Ribera del Duero auf sortenreine Tempranillo-Weine, die in der Ribera auch Tinto fino bzw. Tinta fina heißen. Die Weine unter dem Namen Callejo haben ebenfalls hervorragende  Bewertungen erzielt, zuletzt im Wine Spectator  vom 15. Dezember 2008 unter Top Reds from Spain and Portugal  93 Punkte. Das Preis-/Leistungsverhältnis bei Callejo scheint wegen des geringeren Bekanntheitsgrads etwas günstiger zu sein.

Félix Callejo; 09441 Sotillo de la Ribera (Burgos)

Tel. 0034 - 947 - 532 312;

www.bodegasfelixcallejo.com

 

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DO TORO

 

                  

Wahrzeichen der Stadt Toro in der Provinz  Zamora ist die hoch über dem Rio Duero gelegene romanische Stiftskirche Gran Colegiata Santa María la Mayor

  Die DO Toro am Rio Duero im Westen nahe der Grenze zu Portugal ist ein kleines, aber feines Weinbaugebiet, dessen beste Weine durchaus an die Qualität der Weine aus der Ribera del Duero herankommen

Fariña

Mit 250 ha. beinahe ein big player unter den Familienbetrieben, baut Fariña für seine exzellenten Rotweine einzig die Tempranillo-Rebe an, die in der DO Toro - wie könnte es anders sein - Tinta de Toro heißt. Auch Fariña hat sich seit der Gründung der Bodega 1942 mit seinen Weinen einen Namen gemacht, im Guía Peñín erreichen seine Spitzenerzeugnisse unter dem Namen Gran Colegiata (nach der Kirche gleichen Namens, s.o.) Bewertungen von knapp unter 90 Punkten. Angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis.

49800 Toro (Zamora), Tel. 0034 - 980 - 577 673;

www.bodegasfarina.com

 

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