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Die türkische Küche

 

Die türkische Küche greift auf uralte Traditionen zurück, deren Kern in den ursprünglichen Gewohnheiten der nomadischen Turkvölker Zentralasiens liegt. Durch Wanderbewegungen dieser Völker kam es zu Einflüssen anderer Völker und Vermischungen mit den Küchen der angrenzenden Regionen, z.B. im Kaukasus, in Persien, Indien und Arabien, die religiösen Vorschriften des Judentums und der Christen im Mittelmeerraum und schließlich des Islam wurden ebenfalls zumindest teilweise übernommen. Im osmanischen Großreich mit seiner sich entwickelnden eigenständigen Kultur und seinem besonderen Lebensstil entstand auch eine gehobene Esskultur, deren neue Trends von der Oberschicht allmählich auch auf die breitere Masse der Bevölkerung überging.

 

Prägend für die Entwicklung der türkischen Küche war und ist auch heute noch der Einfluss der Speisevorschriften des Islam. Wie in anderen islamischen Ländern hält auch in der Türkei die große Mehrheit der muslimischen Bevölkerung die Speisevorschriften des Islam ein, allerdings war in den letzten Jahrzehnten eine gewisse Liberalisierung besonders beim Alkoholgenuss zu erkennen. Erst unter der aktuellen Regierung des streng gläubigen Recep Tayyip Erdoğan, dem Vorsitzenden der islamisch-konservativen Partei Adalet ve Kalkınma Partisi ist eine erneute Rückkehr zur strengen Befolgung der islamischen Regeln mit teils verschärften Strafen zu beobachten.

 

Vereinfacht betrachtet werden durch die Speisevorschriften im Islam alle Speisen und Getränke in haram (verboten) und halal (erlaubt) eingeteilt.

 

Grundsätzlich sind alle Speisen und Getränke erlaubt, sofern es dafür kein ausdrückliches Verbot gibt. Neben Verboten, die einzelne Speisen oder Getränke betreffen, besteht ein generelles Verbot, Unreines und Schädliches zu sich zu nehmen, ein uraltes Prinzip, das zweifellos auf medizinischen, die Gesundheit betreffenden Erfahrungen beruht. Das Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch, vom Judentum in den Islam übernommen, beruht vermutlich darauf, dass man zur Zeit der Entstehung der Religionen um eine tödliche Gefahr beim Genuss von Schweinefleisch wusste, deren Ursache (Trichinen) aber unbekannt war.

Neben Schweinefleisch ist vom Verbot auch Blut betroffen, wahrscheinlich da man wusste, dass Blut unter den klimatischen Bedingungen der heißen Regionen, in denen die Regeln entstanden, schnell verdarb. Deshalb ist auch der Verzehr von Fleisch von eigentlich nicht verbotenen Tieren untersagt, wenn sie beim Schlachten nicht ausbluten. Folglich ist das Schächten die einzige zugelassene Tötungsart.  Auch Exkremente und alles, was mit ihnen in Berührung gekommen ist, sind verboten.

 

 

 

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