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 MAROKKO

 

 

Thé à la Menthe - Minztee

das marokkanische Nationalgetränk

Grüner chinesischer Tee, am besten Gun Powder, mit frischer Pfefferminze, meist sehr stark gesüßt.

Wie in der Türkei, so trinkt man auch in Marokko den Tee statt aus Tassen aus kleinen Gläschen

 

Zutaten: 

für 10 – 12 Gläser 2-3 Teelöffel grüner Tee
etwa 20 Zuckerwürfel
mehrere Stängel mit frischen Minzblättern
2 Liter Wasser

 

 

Zubereitung:

Wasser erhitzen. Grünen Tee in eine Teekanne geben und mit einer kleinen Menge des nicht mehr  kochendheißen Wassers (ca. 85 Grad) übergießen.
Das Wasser abgießen und den Zucker zum Tee in die Teekanne geben. Die Teekanne mit der Hälfte des Wassers füllen, Tee etwas ziehen lassen, dann frische Minze dazugeben, mit dem restlichen Wasser überbrühen und 3 – 4 Minuten ziehen lassen.

                       

*****

 

Viele marokkanische Gerichte sind arabischen Ursprungs. Diese Gerichte sind vom Vorderen Orient bis in den Maghreb, auch in ISRAEL, von geringen regionalen oder gar örtlichen Abweichungen abgesehen, bei den Zutaten nahezu identisch.

Um Wiederholungen zu vermeiden finden sich die folgenden Gerichte unter den Rezepten der israelischen Küche:

 

BABA GANOUSH

FALAFEL

HUMMUS

TABOULÉ

*****

 

Folgendes Gericht befindet sich bei den Rezepten der Vereinigten Arabischen Emirate:


COUSCOUS MIT BLATTSPINAT

*****

 

Für die übrigen von mir ausprobierten marokkanischen Gerichte und Zutaten gibt es nachfolgend meine Rezeptvorschläge:

 

B'STILLA

*****

CHERMOULA - Marinade

HARISSA - Würzsauce

Zitronen-Joghurt-Sauce

*****

SALATAT AL KHIZZOU - Pikanter Karottensalat

SALATAT ASWAD - Auberginen-Tomaten-Püree

*****

GEGRILLTE KEFTA

KICHERERBSEN-EINTOPF

TAJINE MIT LAMM UND BACKPFLAUMEN ODER GETROCKNETEN APRIKOSEN

TAJINE MIT FISCH UND MANDELN

SEETEUFELMEDAILLONS IN SAFRANSAUCE

COUSCOUS ALS HAUPTGERICHT ODER BEILAGE

PAPRIKASCHOTEN MIT COUSCOUS-GEMÜSE-FÜLLUNG UND PINIENKERNEN

*****

ORANGENCREME MIT HONIG

 

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B'stilla

 B‘stilla ist ein in ganz Nordafrika bekanntes Gericht und in Marokko bei besonderen Anlässen eine sehr beliebte Vorspeise.

  

   

Nicht nur schön anzusehen ...

 

Selten bleiben Reste zurück

 

Die Herstellung des dünnen Warka-Teigs für die

B'stilla ist das Geschäft spezieller Bäcker

 Zutaten für 4-6 Personen:

1 Hähnchen, ca. 1,2 kg

150 g Mandeln, geschält, geröstet und grob gehackt

1 Prise Safranfäden, mit Salz zerstoßen und in etwas Wasser eingeweicht

2 Gemüsezwiebeln, fein gehoblt

2 Bund frischer Koriander, gehackt

2 Bund glatte Petersilie, gehackt

8 Eier

½ TL schwarzer Pfeffer

½ TL Ingwerpulver

1TL Meersalz

2 Knoblauchzehen

2 TL Smen (marokkanische Butter)

Öl

2½ TL gemahlener Zimt

2 EL Puderzucker

10 Filoteig-Blätter

 

Zubereitung

Das Hähnchen innen und außen gründlich waschen, trocken tupfen und in mehrere Teile zerlegen.

In einem großen Topf die Geflügelteile mit 3 EL Öl, den gehobelten Zwiebeln, den Safranfäden, ½ TL gemahlenem Zimt, Pfeffer, Salz, Ingwerpulver, etwas Wasser und 1 TL Smen zugedeckt sanft garen, nicht kochen, sondern schmoren, dabei hin und wieder wenden, bis das Fleisch weich ist.

Dann das Fleisch aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, häuten, entbeinen und in kleinere Stücke zupfen.

In den Topf mit der restlichen Garflüssigkeit die gehackten Kräuter Petersilie und Koriander geben und unter gelegentlichem Umrühren auf kleiner Flamme zu einer dicken Sauce einkochen, Hitze reduzieren und die verquirlten Eier in die Sauce hineinrühren und so lange weiter rühren, bis die Eier stocken. Dann den Topf vom Herd nehmen.

 Den Backofen auf 180º vorheizen. Die marokkanische Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen lassen und eine Backform (etwa 30 cm Durchmesser, 5 cm Höhe) sorgfältig damit einfetten und ein Filoteig-Blatt in die Form hineindrücken, den überschüssigen Teil über den Rand hängen lassen. Den Teig mit Butter bepinseln. In gleicher Weise vier weitere Blätter etwas verdreht hinzufügen und einfetten, bis die Form vollständig ausgelegt ist.

Jetzt das Hähnchenfleisch und danach die Eimischung auf dem Teigbett verteilen, eine Teigplatte als Decke darüberlegen, die gerösteten und grob gehackten Mandeln sowie Zimt und Puderzucker darüberstreuen.

Zum Abschluss die Teigränder darüberfalten, die verbliebenen Teigblätter darauflegen und jedes einzeln mit Butter bestreichen. Die Ränder seitlich in die Form stecken.

Die Bastilla etwa 45 Minuten backen, bis der Teig braun und knusprig ist.

Dann die fertige Bastilla aus der Backform lösen, Puderzucker mit einem feinen Sieb darüberstreuen und mit einem Gittermuster aus Zimtpulver verzieren.

 

Getränkeempfehlung:

Wasser; gut gekühlter marokkanischer Rosé

 

*****

 

Chermoula

Kräuter-Gewürz-Mischung zum Marinieren von Fleisch und Fisch und zum Schmoren in der Tajine

 

Zutaten:

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Bund glatte Petersilie

1 Bund frischer Koriander

1 TL Kumin – Kreuzkümmel, gemahlen

½ TL Chilipulver

1 TL Paprikapulver, edelsüß

Schwarzer Pfeffer, gemahlen

Meersalz

2 EL Zitronensaft, frisch gepresst

4 EL Olivenöl

1 Prise Safran – für Fisch oder Geflügel

 

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Die frischen Kräuter waschen, trockenschütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und ebenfalls fein hacken und zusammen mit Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chilipulver, Salz und Pfeffer gut mit Zwiebeln und Knoblauch vermischen. Öl und Zitronensaft zugießen und alles gut vermischen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Das Fleisch bzw. den Fisch vor der Weiterverarbeitung etwa 1½ - 2 Stunden einlegen und marinieren lassen.

 

 *****

 

Harissa

Diese feurige Mischung wird in Tunesien, Algerien und Marokko viel benutzt, und zwar in Gemüse- und Fleischeintöpfen, die zu Couscous gegessen werden, aber auch als ein Allround-Gewürz, das ständig auf dem Tisch steht.
An den Originalschauplätzen oder in Spezialgeschäften kann man eine fertige Mischung in Pulverform kaufen. Nachfolgend das Rezept aus frischen Zutaten; die Menge kann nach Bedarf vervielfältigt werden.

 

Zutaten:
50 g getrocknete rote Chilischoten
2 Knoblauchzehen
1 El Kreuzkümmel
1½ EL gemahlener Kumin
2 EL frischer Koriander
1 EL getrocknete, gerebelte Minz-Blätter
1 - 2 EL Oliven-Öl

 

Zubereitung:
Chilischoten längs aufschneiden und die Kerne entfernen, klein hacken, 20 Minuten in Wasser weichen lassen; mit Küchenkrepp trocknen. Die Knoblauchzehen auf Salz mit einem breiten Messer zerdrücken. Alle Zutaten in einer Küchenmaschine zu einer Paste verarbeiten. Während des Vorgangs das Olivenöl ganz langsam zufließen lassen.
In ein Glas mit Schraubdeckel füllen, soviel Öl nachgießen, daß die Mischung mit Öl bedeckt ist. Hält - im Kühlschrank  aufbewahrt - monatelang.

 

*****

 

Zitronen-Joghurt-Sauce

zu Couscous oder Falafel oder als Dip zu frisch aufgebackenem Fladenbrot

Zutaten:

500 g Joghurt

2 Bio-Zitronen

1 rote Chilischote

1 Msp. Safranfäden

Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

2 EL Korianderblättchen

 

Zubereitung:

Den Joghurt mit dem Abrieb und dem Saft der Zitronen und den Safranfäden verrühren, mit Salz und Pfeffer aud der Mühle abschmecken und ziehen lassen. Die Chilischote putzen, der Länge nach halbieren und sorgfältig die Kerne und die Zwischenhäute entfernen, dann in ganz feine Streifen schneiden und unter die Sauce mischen. Kängere Zeit bei Zimmertemperatur ziehen lassen, damit sich die Aromen entfalten können. 

In eine dekorative Schüssel füllen. Vor dem Servieren die frischen Korianderblättchen teils unterheben, teils darüber streuen.

 

*****

  

Salatat al Khizzou

Pikanter Karottensalat

Zutaten:

500 g kleine Karotten

1 Knoblauchzehe

½ TL Paprikapulver

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

½ TL gemahlener Zimt

1 Prise Chilipulver

1 TL Honig

1 EL Zitronensaft

1 EL Orangensaft

2 EL Olivenöl

2 EL gehackte frische Petersilie

Meersalz

 

Zubereitung:

Die Karotten waschen und zusammen mit der Knoblauchzehe in etwas kochendem Salzwasser bissfest garen.

Abgießen, den Knoblauch wegwerfen, die Karotten in dünne Scheiben schneiden und in eine Servierschüssel füllen. In einer kleinen Schüssel die Gewürze, den Honig und die Säfte vermischen, zu den Karotten geben, durchmischen und durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren Olivenöl darübergießen, die Petersilie unterheben und mit Salz abschmecken.

 

*****

 

Salatat Aswad

Auberginen-Tomaten-Püree als Dip zu frisch aufgebackenem Fladenbrot oder zu knackigen Gemüsestiften

 

Zutaten (für 4 - 8 Personen):

2 mittelgroße Auberginen

1 Dose Cocktailtomaten, gehäutet, stückig (400 g)

2 Knoblauchzehen

1 Schalotte

2 EL Olivenöl

1 TL Paprikapulver

½ TL Chilipulver

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

2 EL Zitronensaft

Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

2 EL gehackte Korianderblättchen

1 EL gehackte Petersilie

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Auberginen waschen, von allen Seiten mit einer Gabel einstechen und im Backofen auf einem Blech etwa 45 - 50 Minuten garen, bis sie weich sind, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend längs halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel von der Haut schaben, in Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die Tomaten abgießen und zusammen mit fein gewürfeltem Knoblauch, der fein geschnittenen Schalotte und den Gewürzen zum Auberginenfleisch in die Schüssel geben und alles gut mit einem Löffel mischen und zerdrücken.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Auberginenmischung unter häufigem Rühren etwa 15 Minuten braten, bis sie etwas eingedickt ist. Am Ende der Garzeit vom Herd nehmen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und die frischen Kräuter unterheben. Abkühlen lassen und lauwarm servieren.

 

*****

 

Kefta

Will man Kefta, marokkanische Fleischbällchen, aus Lammhackfleisch herstellen, sollte man Fleisch mit einem etwas größeren Fettanteil verwenden (ca. 10%). Mit magerem Fleisch wird die Masse krümelig und zu trocken.
 

 Gegrillte Kefte gibt es auf fast jedem Markt

 

Zutaten (für 4 Personen):

600 g frisches Lammhackfleisch (mit Fettanteil)

1 Zwiebel, fein geraspelt

1 EL Paprikapulver

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

¼ TL gemahlener Zimt

¼ - ½ TL Cayennepfeffer

1 Ei, verquirlt

1 EL Minzeblätter gehackt

1 Bund Koriander, Blätter abgezupft und gehackt

2 EL Wasser

2 EL Olivenöl

Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und gut durchkneten, so dass eine einheitliche, homogene Masse entsteht und die verschiedenen Aromen der Gewürze und Kräuter in das Fleisch einziehen können. Etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Grill (elektrisch oder mit Holzkohle) vorbereiten. Aus der Fleischmasse kleine Küchlein von etwa 5 cm Durchmesser und 2 cm Dicke formen und auf jeder Seite einige Minuten grillen. Darauf achten, dass die Hitze nicht zu groß ist, sonst verbrennt die äußere Schicht und die Masse ist nicht durchgebraten.

Sind die Kefta fertig, werden sie auf eine Platte gelegt und mit einer Mischung aus Salz und Kreuzkümmelsamen und frisch gezupften Minzeblättern bestreut.

 

Beilage:

Pita-Brot oder Fladenbrot oder Chiapata  

 

*****

 

Kichererbsen-Eintopf

 

Zutaten (für 4 Personen):

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Olivenöl

1 – 2  Karotten

1 mittelgroße Zucchini

1 Dose Kichererbsen (850 ml)

2 Dosen geschälte Tomaten (à 425 ml)

             oder

250 g frische Cherry-Tomaten, halbiert

1 rote Chilischote (entkernt)

1 TL Koriander (gemahlen)

1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

½ TL Ingwer (gemahlen)

½ TL Kurkuma

½ l Gemüsebrühe

¼ Bund glatte Petersilie, gehackt

¼ Bund frische Minze, gehackt

¼ Bund frischer Koriander, die Blättchen abgezupft

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Meersalz

 

Zubereitung:

Die Zwiebel und Knoblauch putzen und fein würfeln und im Öl glasig andünsten. Die Karotten und die Chilischote putzen, in dünne Scheiben schneiden und kurz mitbraten. Mit der Brühe ablöschen und die Kichererbsen dazu gießen. Die Zucchini in kleine Würfel schneiden und hineingeben. Aufkochen lassen, dann die Tomaten und die Gewürze hinzufügen, umrühren und einige Minuten auf reduzierter Hitze weiterkochen.

Unmittelbar vor dem Servieren die gehackten Kräuter (Petersilie und Minze) hinzufügen und unterheben.  

 

Beilage:

Basmati-Reis, gewürzt mit einer Prise Safranfäden, mehreren Kardamomkapseln und 2 Nelken, oder Fladenbrot oder Couscous

 

Getränk:

Marokkanischer Minztee (Rezept s. oben)

 

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 Tajine

 

Lamm-Tajine mit verschiedenen Gemüsesorten

 

Die Abbildung zeigt ein Lamm-Tajine mit verschiedenen Gemüsesorten: Zucchini, Kartoffeln, Erbsen, Tomaten und länglichen, etwas schärferen grünen Paprikaschoten. Statt Lamm kann man ebenso gut Hähnchen, Kalbfleisch  oder Kaninchen im Tajine-Gefäß zubereiten. Nachfolgend das Rezept für eine besonders schmackhafte Komposition mit einer "exotischen" Note.

 

Lamm-Tajine mit  Backpflaumen oder getrockneten Aprikosen

 

Zutaten (für 4 - 6  Personen):

1,0 – 1,3 kg Lammfleisch von der Schulter oder aus der Keule, in grobe Stücke geschnitten
400 g getrocknete Pflaumen, möglichst kernlos; alternativ - auch sehr gut - getrocknete Aprikosen 
2 große Gemüsezwiebeln, in Scheiben geschnitten

1 - 2 rote Chili-Schoten, entkernt, in schräge, dünne Streifen geschnitten

¼ - ½ l Wasser oder Fleischbrühe

1 Zimtstange
½ TL Korianderpulver

½ TL Ingwerpulver oder mehrere Scheiben frischer Ingwer

1 – 2 EL Honig, je nach Geschmack
½ TL Kurkuma (Gelbwurz)

1 Prise Safranfäden

2 – 3 EL Olivenöl

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Meersalz

frische Korianderblätter oder grob gehackte glattblättrige Petersilie

frisch aufgebackenes Fladenbrot oder Reis

 

Zubereitung:

Das grob gewürfelte Fleisch im Olivenöl in einer Pfanne anbraten, salzen, pfeffern, Zimtstange, Korianderpulver, Ingwer, Kurkuma und Safranfäden dazugeben, mit der Hälfte des Wassers bzw. der Brühe ablöschen und mit den rohen Zwiebeln und den Chili-Schoten in die Tonform füllen und gut vermischen. Deckeln draufgeben und im vorgeheizten Backrohr bei ca. 200º etwa 50 - 60 Minuten garen lassen. Fleisch gelegentlich wenden.

Den Honig mit der restlichen Flüssigkeit verrühren, den Deckel des Tongefäßes abnehmen, die Pflaumen über die Fleisch-Zwiebelmischung geben, alles durchmischen, das Honigwasser angießen, Deckel wieder schließen und noch einmal ca. 20 - 30 Minuten köcheln lassen. Probieren, ob das Fleisch weich ist.

Das Essen in der Tonform sehr heiß auf den Tisch bringen, vor dem Servieren Koriander oder Petersilie darüber streuen.

 

Beilage: frisch aufgebackenes Fladenbrot oder Basmati-Safran-Reis

 

Getränkeempfehlung:

Kräftiger trockener Rotwein.oder marokkanischer Minztee oder Wasser (still oder medium)

 

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Tajine mit Fisch und Mandeln

Zutaten (für 4 Personen):

800 g vorzugsweise feste Fischfilets, portioniert
1 große Dose geschälte Tomaten
1 Packung (450 g) Tiefkühl-Blattspinat
2 Zitronen, unbehandelt
1 EL Paprika
1 TL Kurkuma (Gelbwurz)
1 TL Kumin (Kreuzkümmel) gemahlen
4 Knoblauchzehen
1 Bund frischer Koriander
3 - 4 EL Olivenöl
Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
150 g Mandeln

 

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen leicht quetschen und schälen, aber nicht zerkleinert in einer tiefen Pfanne im heißen Olivenöl kurz anbraten. Die Gewürze zugeben und unter Rühren kurz mitbraten. Die Tomaten und etwa die Hälfte der Flüssigkeit aus der Dose ebenfalls in die Pfanne geben und bei reduzierter Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Backofen auf 180°C vorheizen.

Falls ein Tajine-Tongefäß vorhanden ist, die ungeschälten geviertelten Zitronen, die Fischfiletstücke und den leicht angetauten, etwas zerteilten Blattspinat in das vorgewärmte Tajine-Gefäß füllen und mit der Tomatensauce übergießen.

Das Tajine-Gefäß mit dem Deckel schließen. Die Vertiefung des Deckels mit Wasser füllen und den Inhalt des Tajines auf der untersten Schiene des Backofens zugedeckt etwa 20 Minuten schmoren lassen.  
Ohne Tajine-Gefäß alle Zutaten in der Pfanne vermischen und die Pfanne zugedeckt ebenfalls etwa 20 Minuten im Backofen schmoren lassen.
Vor dem Servieren das fertige Tajine mit den leicht angerösteten Mandeln und dem gehackten Koriandergrün bestreuen und im Tajinegefäß bzw. der Pfanne auf den Tisch stellen.

 

Beilage: Couscous oder Fladenbrot

 

Getränkeempfehlung: Marokkanischer Minztee oder ein Roséwein

 

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Lotte au Safran

Seeteufelmedaillons in Safransauce

Zutaten (für 4 Personen):

800 gr Seeteufel am Stück

100 gr Butter

2 EL Crème fraiche

je 200 gr weiße und blaue Weinbeeren

0,1 L Weißwein

0,1 gr Safranfäden (im Mörser fein zerstoßen) oder Safranpulver (meist nicht echt!)

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung:

Seeteufel putzen und in Medaillons von 1 - 1 1/2 cm Dicke schneiden. Weinbeeren von den Stielen zupfen, schälen und entkernen, falls nicht kernlose Sorte. Butter in einem flachen, breiten Kochtopf oder in einer tiefen Pfanne anschmelzen, Boden und Seitenwände des Gefäßes mit der Butter berstreichen. Seeteufelmedaillons saslzen und pfeffern, in Gefäß hineinlegen, Safran darüberstreuen, Weißwein angießen, die Weinbeeren dazugeben und alles 7 - 8 Minuten auf mittlerer Hitze kochen lassen.

Seeteufelmedaillons vorsichtig mit Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen und warmstellen. Sauce auf die Hälfte einreduzieren, 2 EL Crème fra´i`che hinzufügen und kräftig verquirlen.

Seeteufelmedaillons auf Tellern anrichten, Sauce angießen und mit einigen frischen Korianderblättern oder Dillzweigen garnieren.

 

Beilage:

Safranreis oder Polenta-Plätzchen.

Safran-Reis: Basmatireis wie gewohnt zubereiten und kurz vor dem Garwerden einige vorher in lauwarmem Wasser eingeweichte Safranfäden darübergießen.

 

Getränkeempfehlung:

Dazu passt ein aromatischer halbtrockener oder trockener Weißwein (Chablis, fränkischer Weißburgunder oder ein nicht allzu säurebetonter Riesling)

 

*****

 

Couscous

als eigenständiges Gericht oder als Beilage

 

Couscous wird heute überwiegend industriell aus Hartweizengrieß hergestellt und ist in Deutschland in vielen Supermärkten als vorgegartes und erneut getrocknetes Instant-Produkt zu kaufen, das nur noch mit kochend heißem Wasser oder heißer Gemüsebrühe übergossen werden muss.  Zur Verfeinerung werden weitere Zutaten hinzugefügt, mein Vorschlag nachfolgend. 

 

Zutaten (für 4 Personen):

250 g Couscous

300 ml Instant-Gemüsebrühe oder Gemüse-Fond

1 - 2 EL Olivenöl oder geschmolzene Butter

1 TL Ras el-Hanout (marokkanische Gewürzmischung, in gut sortierten Gewürzabteilungen zu bekommen), ersatzweise 1 TL Garam Masala

½ TL getrocknete gemörserte Chilis oder 1 frische entkernte, fein gehackte rote Chili-Schote

Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

4 EL Pinienkerne; da sehr teuer: ersatzweise geschälte ungesalzene Erdnüsse

4 EL Rosinen

100 g feine grüne Erbsen (aus der Dose)

1 EL gehackte Korianderblätter, ersatzweise 1 TL Korianderpulver

1 EL gehackte Minzblätter

 

Zubereitung:

Den Couscous in eine mittelgroße Schüssel geben und zunächst mit ca. 250 ml kochendheißer Gemüsebrühe übergießen, dann zudecken und 5 - 10 Minuten quellen lassen. Zwischendurch einmal mit einer Gabel auflockern. Wenn die Konsistenz etwas zu fest erscheint, weitere 50 ml Brühe hinzugießen, ziehen und etwas abkühlen lassen.

Zwischenzeitlich die Pinienkerne oder Erdnüsse in einer heißen Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Vorsicht, dass sie nicht verbrennen, dann vom Herd nehmen und in einer kleinen Schüssel abkühlen lassen.

Die Rosinen in lauwarmem Wasser einweichen, dann abtropfen lassen. Die Erbsen ebenfalls abtropofen lassen.

Den Couscous mit Ras el-Hanout bzw. Garam Masala, schwarzem Pfeffer aus der Mühle und Chilis würzen. Vorsicht mit Salz, da die Brühe bereits Salz enthält. Gut durchmischen und das Öl bzw. die geschmolzene Butter angießen. Schließlich die Pinienkerne, abgetropfte Erbsen und Rosinen und zuletzt die frischen Kräuter untermischen.

 

Dieser Couscous passt sehr gut zu gebratenen oder gegrillten Lammkotellets, Fischfilets oder ganzen Fischen (Makrele oder Merlan)

Soll er als Beilage zu gedünstetem Mischgemüse (Karotten, Zucchini, Broccoli, Okraschoten, Fenchel, lange, dünne etwas schärfere grüne Paprikaschoten) gereicht werden, kann man auf die Erbsen verzichten.

 

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Paprikaschoten mit Couscous-Gemüsefüllung und Pinienkernen

als Hauptgericht

Zutaten (für 4 Personen):

4 große rote Paprikaschoten

vorbereiteter Couscous (Rezept s.o.)

100 g Naturjoghurt

120 g Crème fraìche

Saft einer halben Zitrone

150 ml Gemüsebrühe

100 ml Sahne

1 EL gehackte Korianderblätter

1 EL gehackte Minzblätter

Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Butter

Olivenöl

50 ml trockener Weißwein, für Alkoholgegner die gleiche Menge naturtrüber, ungesüßter Apfelsaft

 

Zubereitung:

Die Paprikaschoten längs halbieren, Kerne und weiße Zwischenhäute entfernen.

Den vorbereiteten Couscous in die Paprikahälften füllen und andrücken, damit alle Winkel gut ausgefüllt sind.

Den Joghurt mit der Crème fraìche und dem Zitronensaft verrühren und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und gehackten Kräutern würzen, alles gut durchmischen und auf die mit Couscous gefüllten Paprikaschoten verteilen..

Den Backofen auf 200º C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die gefüllten Paprikaschoten in eine gebutterte oder mit Olivenöl ausgestrichene Auflaufform setzen.

Die Sahne mit heißer Gemüsebrühe und dem Wein bzw. Apfelsaft verquirlen, mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und um die Paprikaschoten herum in die Auflaufform gießen. 

Dann alles in der Auflaufform im vorgeheizten Ofen 20 - 25 Minuten backen.

 

Beilage:

Gurkensalat oder Tomatensalat

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Orangencreme mit Honig  

Zutaten (für 4 Personen):
1 Orange, unbehandelt
0,25 l süßen Weißwein
0,05 l flüssigen Karamell
150 g Orangenblütenhonig, ersatzweise Akazienhonig
4 Eier
0,15 l Sahne
1 Zimtstange
1 TL Orangenblütenwasser
Minze und Schlagsahne zum Dekorieren

 

Zubereitung:

den Backofen auf 180°C vorheizen.
Vier kleine Förmchen mit flüssigem Karamell ausgießen.
Orange heiss abwaschen, die Schale mit einem Zestenmesser abschälen. Die Orangenschale mit dem Wein, der Zimtstange und dem Honig erhitzen und ca. 15 Minuten auf kleiner Flamme zu einem Sirup einkochen lassen. Dann durch ein feines Sieb passieren und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Eier mit der Sahne und dem Orangenblütenwasser cremig aufschlagen und danach unter kräftigem Schlagen unter den Orangensirup heben.
Die Masse in die Förmchen gießen und im Wasserbad im Ofen ca. 25 Minuten stocken lassen.
Die Creme abkühlen lassen, auf Desertteller stürzen und mit frischer Minze, Rosenblättern und Schlagsahne dekorieren.

 

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