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Cebiche mixto mit Choclo (Maiskolben) und Camote (Süßkartoffel)

Cebiche mixto mit Choclo (Maiskolben) und Camote (Süßkartoffel)

 

Comidas Criollas
Indianisch-spanische und chinesisch inspirierte Gerichte aus dem westlichen Südamerika

 

 

AJÍ DE GALLINA

          pikantes Hühnerfrikassee

 

ANTICUCHOS DE CORAZÓN

          Spießchen mit mariniertem Rinderherz vom (Holzkohlen)Grill

 

ARROZ CHAUFA

           gebratener Reis nach chinesischer Art

 

CAMOTE AL HORNO CON SALSA PICANTE

           gebackene Süßkartoffeln mit pikanter Sauce 

 

CEBICHE DE PESCADO

          marinierter roher Fisch

 

CEBICHE MIXTO

          marinierter roher Fisch mit Meeresfrüchten

 

ESCABECHE DE POLLO

          gebratene Hähnchenkeulen, sauer-pikant eingelegt

 

ESCABECHE DE PESCADO

          gebratener Fisch, sauer-pikant eingelegt

 

FRIJOLES NEGROS BATIDOS

          Püree von schwarzen Bohnen

 

PAPAS A LA HUANCAINA

          Kartoffeln nach Huancayo-Art

 

TAMALES

          Maispäckchen mit Füllung

 

*****

SALSA PICANTE

           pikante Sauce

 

SALSA PICANTE DE TOMATES

          pikante Tomatensauce


*****

 

Rezepte

 
Ají de gallina
 pikantes Hühnerfrikassee

 

Zutaten für 8 Personen:

8 hartgekochte Eier
50 gr getrocknete Chilischoten
1 Hähnchen (ca. 1200 gr)
1 - 2 Tassen Hühnerbrühe
¼ helles Toastbrot, in Scheiben geschnitten, Rinde entfernen
100 gr geriebener Parmesankäse
300 gr Kartoffeln
2 Karotten
1 Stück Knollensellerie
1 - 2 mittelgroße Zwiebeln
1 Tasse Speiseöl
(Sonnenblumen- oder Maisöl)
1 Tasse Milch
1 Limette
100 gr gemahlene Walnüsse
Salz und Pfeffer


Zubereitung:

Die Chilischoten zwei Tage vor dem Kochen in Salzwasser einweichen. Das Wasser nach einem Tag abgießen, frisches Wasser zugießen. Am zweiten Tag die Chilischoten pürieren und beiseite stellen.
Das Brot in Milch einweichen und mit einer Gabel zerdrücken.
Das Hähnchen vierteln, in leicht gesalzenem Wasser mit 1 - 2 Karotten und einem Stück Sellerie und Pfeffer kochen,  abkühlen lassen und entbeinen. Anschließend das Fleisch in kleine Stücke schneiden.
Die Zwiebeln fein schneiden, im Öl schmoren, bis sie glasig sind und weich werden. Dann Salz, Pfeffer und pürierte Chilischoten darunterrühren. Anschließend das eingeweichte Brot, das zerkleinerte Hühnchenfleisch, den Parmesankäse und die Nüsse ebenfalls darunterrühren. Wenn alles gut durchgebraten ist, die Hitze reduzieren.
Zitronensaft und Hühnerbrühe hinzufügen und alles gut durchmischen.
Wenn das Aji de Gallina als Hauptgericht mit Reis serviert werden soll, empfiehlt es sich, 1 - 2 Tassen Hühnerbrühe darunter zu rühren. Zuletzt in eine flache Schüssel füllen und mit den in Scheiben geschnittenen gekochten Kartoffeln und den geviertelten Eiern garnieren.  
Soll Ají de gallina auf Baguette- oder Chapataschnitten als Partyhappen serviert werden, dann nur wenig Brühe verwenden, damit die Konsistenz fester wird.

Beilage:
Reis oder Weißbrot


Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils

*****
 
Anticuchos de Corazón 

Spießchen mit mariniertem Rinderherz vom (Holzkohlen)Grill

(Vorspeise)

 

Anticuchos de Corazón mit Pisco Sour

 

Zutaten für 8 Personen:

1 ganzes Rinderherz
½ Tasse (etwa 2 gr Esslöffel) pürierte frische Peperoni (grün/gelb/rot gemischt)
50 gr ganze getrocknete Peperoni
½ EL Achiote (bei uns wohl kaum zu bekommen, es sei denn in Geschäften mit sehr guter Auswahl exotischer Früchte und Gewürze), eine leicht bittere Paste zum Färben von Speisen
ersatzweise 1 knappen TL Kurkuma = Gelbwurzpulver
1 Tasse (!) frischer pürierter Knoblauch
2 ½ TL Cuminpulver (Kreuzkümmel)
Salz, frisch gem. schwarzer Pfeffer
evtl. Chilipulver zum Nachschärfen
Erdnussöl
Essig
frischer Koriander, ersatzweise glattblättrige Petersilie
2 – 3 Maiskolben,
in Folie eingeschweißt, vorgekocht
1 – 2 Süßkartoffeln oder normale festkochende Speisekartoffeln

 

Zubereitung:

Das Rinderherz gut von Fett und härteren Fasern säubern, in kleine Stücke schneiden (1x2 cm) und in eine Schüssel geben.
½ TL Salz und kräftig Pfeffer aus der Mühle, die Hälfte der pürierten frischen Peperoni, Cumin, getrocknete gemahlene Peperoni (Chilipulver), Kurkuma (Achiote) und Knoblauch zum Rinderherz geben und alles gut durchmischen.
Essig darüber gießen, bis alles bedeckt ist, erneut gut durchmischen, mit Folie abdecken und für mindestens 24 Std. leicht gekühlt stehen lassen.
Parallel dazu getrocknete Peperoni entkernen und ebenfalls etwa 24 Std. in Salzwasser einweichen, dabei einmal das Wasser erneuern.
Am nächsten Tag das Rinderherz aus der Marinade nehmen.
Die Marinade in ein Sieb gießen und den Essig abtropfen lassen.
Frischen Koriander bzw. glattblättrige Petersilie gut waschen, Stiele abschneiden, Korianderblättchen abzupfen und ein  Häufchen fein hacken.
Das Wasser von den eingeweichten getrockneten Peperoni abgießen, die Peperoni fein pürieren und mit einem TL Öl und 1 – 2 EL der Marinadenmasse aus dem Sieb gut durchmischen.
Die so gewonnene Sauce mit dem fein gehackten frischen Grün (Koriander, Petersilie) mischen und in eine Schale geben.
Die Maiskolben und (Süß)kartoffeln erhitzen bzw. kochen, schälen und in Scheiben schneiden.
Etwas Öl in ein Schüsselchen gießen und einen kleinen Pinsel bereitlegen.
Den Grill vorheizen. Jeweils 5 bis 6 Rinderherzstücke auf kleine Spieße stecken und grillen, dabei gelegentlich mit etwas Öl bepinseln, damit das Herz nicht austrocknet; nicht zu lange grillen, sonst wird das Herz hart und zäh.
Die gegrillten Spießchen kräftig in der fertigen Sauce wenden und auf einer Platte mit den in Scheiben geschnittenen Maiskolben und/oder  (Süß)kartoffeln servieren.

Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils oder ein kräftiger roter Landwein

 

*****

 

 

Arroz chaufa mit Salsa picante

 

Arroz chaufa

Gebratener Reis nach chinesischer Art

Dieses Essen, eigentlich ein Armen- oder Reste-Essen, ist eines der beliebtesten Gerichte in Peru. Es hat seine Wurzeln in der chinesischen Küche. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert holte man zahlreiche Chinesen nach Peru, weil man  billige Arbeitskräfte zum Bau der Eisenbahnen und zur Arbeit in den Minen in den Anden brauchte. Sehr bald gab es zunächst in der Hauptstadt Lima, bald in vielen anderen Orten Chifas, chinesische Restaurants, die auf ihren Karten  gebratenen Reis anboten. Bald entwickelte sich in Peru ein eigenständiges Gericht daraus mit einer schier unbegrenzten Variationen, je nachdem, was die Phantasie von Koch oder Köchin oder Kühlschrank und Vorratskammer gerade hergaben.

Nur einige Zutaten sind obligatorisch:

Reis, Öl, Eier, Chilis, frischer Koriander oder glattblättrige Petersilie, Salz, Pfeffer

Nachfolgend mein Vorschlag

 

Zutaten (für 4 Personen):

200 gr Reis, vorzugsweise Basmati-Reis

1 - 2 EL gutes Pflanzenöl (Sonnenblumen-, Raps-, Maisöl)

½ Tasse Gemüse- oder Geflügelfond oder Instantbrühe

2 Eier

1 kleine rote Paprikaschote

2 - 3 Lauchzwiebeln

1 - 2 rote Chilis

2 EL gehobelter frischer Ingwer

1 EL Sojasauce

2 EL gestiftete Mandeln oder grob gehackte ungesalzene Erdnüsse

250 gr Fleisch (Hähnchen, Rind, Schwein)

½ Bund frischer Koriander oder glatte Petersilie

1 Prise Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

½ TL brauner Rohrzucker

              evtl. zusätzlich

1 Karotte

½  Stange Sellerie

1 kleine gelbe Paprikaschote

1 - 2 Scheiben frische Ananas und Saft, dann kann der Rohrzucker wegbleiben.

 

Zubereitung:

Den Reis gründlich waschen und wie gewohnt in Wasser kochen, beiseite stellen, auflockern und abkühlen lassen.

Den Ingwer putzen, schälen und hobeln bzw. in ganz feine Streifen möglichst quer zur Faser schneiden.

Das Gemüse waschen, putzen, von Chilis und Paprikaschoten Kerne und Zwischenhäutchen entfernen, dann alles in dünne Scheiben bzw. Streifen schneiden.

Ananasscheiben in mundgerechte Stücke teilen, Lauchzwiebeln schräg in dickere Scheiben schneiden.

Koriander bzw. Petersilie waschen, putzen, Blätter von den Stielen zupfen und grob hacken.

Fleisch in bissgerechte Streifen schneiden.

In einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen. Darin zunächst das Rindfleisch mit dem Ingwer und den Mandelstiften bzw. den gehackten Erdnüssen anbraten, bis das Fleisch und die Mandeln anfangen braun zu werden. Gemüse- oder Geflügelfond bzw. Instantbrühe mit der Sojasauce vermischen und damit den Inhalt der Pfanne ablöschen.

Gut umrühren und das vorbereitete Gemüse hinzufügen und immer wieder umrühren, bis das Gemüse al dente ist. Mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und Rohzucker abschmecken. Hitze reduzieren. Jetzt erst die Lauchzwiebeln und dann den Reis hinzufügen und alles gründlich durchmischen.

Die Eier aufschlagen und verquirlen und ggf. mit Ananasscheiben und -saft mischen und unter die Masse in der Pfanne heben. Mehrmals wenden, bis die Eier gestockt sind.

Zuletzt den fertigen Arroz chaufa in eine Schüssel füllen, die gehackten Koriander- bzw. Petersilienblätter darüber streuen. und das Essen möglichst warm servieren.

Wer seinen Arroz chaufa gerne schärfer möchte, kann eine Salsa picante oder in dünne Streifen geschnittene frische Chilis dazu servieren.

 

Getränkeempfehlung:

ein gut gekühltes Pils, ein leichter Rot- oder Roséwein, Fruchtsaftschorle oder Wasser

 

*****

 

Camote al horno con salsa picante de tomates

Süßkartoffel in Alufolie mit pikanter Tomaten-Salsa

Süßkartoffeln werden bei uns immer beliebter. Ihr herb-süßer aromatischer Geschmack harmoniert bestens mit pikant-würzigen Saucen und kräftigem Fleisch- oder Fischgeschmack.

In der vorgeschlagenen Form ist die Camote al horno ohne weitere Zutaten ein leichtes Sommergericht oder eine exotische Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Fisch.

 

Zutaten für 4 Personen:

4 Süßkartoffeln (à ca. 250 gr)

2 Limetten

1 rote Chilischote

20 g Ingwer

1 EL Honig

1 Prise Meersalz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Frischer Koriander bzw. glattblättrige Petersilie

Salsa picante de tomates (Rezept s. unten)

 

Zubereitung:

 

Die Salsa picante de tomates (Rezept s. unten) herstellen.

Die Süßkartoffeln waschen und wie normale Kartoffeln in Wasser ca. 10 Minuten kochen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

In der Zwischenzeit Limetten gründlich waschen und abtrocknen. Die Schale abreiben und aufheben, den Saft auspressen.

Die Chilischote entkernen, den Ingwer schälen, beides fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft, dem Honig, dem Salz und dem Pfeffer aus der Mühle zu einer Marinade verrühren.

Koriander bzw. Petersilie waschen, die Blätter von den Stielen zupfen und grob zerteilen. Einige Zweige als Dekoration zur Seite legen.

Die Süßkartoffeln abgießen, einzeln auf  Alufolie legen, dann der Länge nach halbieren, mit der Marinade bestreichen, die Hälften vorsichtig zusammenklappen, in die vorbereitete Alufolie einpacken und im Ofen noch 30 Minuten backen.

Am Ende der Garzeit die Süßkartoffeln auf Teller legen, auspacken und wie bei normalen Folienkartoffeln die Salsa picante de tomates zwischen die aufgeklappten Hälften füllen. Gehackte Koriander- bzw. Petersilienblätter darüberstreuen und einge Zweige als Dekoration dazulegen.

 

Getränkeempfehlung:

gut gekühltes Bier, leichter Rot- oder Roséwein, Wasser mit frischen Minzeblättern

 

  

*****

 

Cebiche de pescado
 marinierter Fisch

(für Büffet oder als Vorspeise)

Da frische Fischfilets bei uns nicht immer und überall in Sashimi-Qualität zu bekommen sind, empfehle ich tiefgefrorene Filets zu verwenden, da für Cebiche die Filets roh, also weder gekocht noch gebraten werden.


Zutaten:

1 kg helles Fischfilet (Goldbarsch, Steinbeißer, Dorade, Scholle; Kabeljau weniger geeignet, da er zäh wird)
Salz und Pfeffer
2 große Zwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
1 - 2 Teelöffel gemahlene frische Peperoni
Saft von 6 – 8 frisch ausgepressten Limetten (keine Zitronen!!)
2 frische Peperoni, entkernt, in dünne Scheiben geschnitten
4 frische, noch nicht ganz reife Maiskolben bzw. in Folie eingeschweißte, vorgekochte Maiskolben
1 Romana- oder Kopfsalat
0,6 kg Süßkartoffel (Camote) bzw. kleinere festkochende Kartoffeln

 

 

 

Zubereitung:

 

Fischfilet von Gräten befreien; in etwa 2 cm große Stücke schneiden.
Frische Fischfilets 1 Stunde in Salzwasser legen, dann dasWasser abgießen, Fisch durchspülen, abtropfen lassen, in eine Schüssel geben.
Tief gefrorenen Fisch nur antauen, waschen, nicht wässern, trockentupfen, dann schneiden, salzen und pfeffern, mit dem Limettensaft übergießen und gut durchmischen. Andrücken, damit der Fisch ganz mit Saft bedeckt ist.
Für eine Stunde zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
Anschließend den Fisch aus dem Kühlschrank holen, die ganzen, in ganz dünne Scheiben geschnittenen Peperoni, die gemahlenen Peperoni und die Zwiebeln hinzufügen, alles gut durchmischen und weitere 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Ein- bis zweimal gut umrühren, dann wieder andrücken, damit der Fisch ganz vom Limettensaft bedeckt ist.
Durch die Einwirkung der Säure beginnt der Fisch zu "garen".
Die (Süß)kartoffeln kochen, bis sie weich werden (Probe mit Messerspitze) , schälen  und in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Die vorgekochten Maiskolben lt. Packungsanweisung in der Mikrowelle erhitzen, dann (vorsichtig!) auspacken und ebenfalls in Scheiben schneiden.
Eine Servierplatte (kein Metall wegen der aggressiven Limettensäure!) mit Salatblättern auslegen, am Rand der Platte entlang die in Scheiben geschnittenen Maiskolben und (Süß)Kartoffeln legen. In die Mitte die Cebiche einfüllen.

Getränkeempfehlung:
 ein gut gekühltes Pils


Cebiche

mexikanische Variante:

Die mexikanischen Cebiche werden in der Regel in Gläsern oder Schälchen serviert und mit einem kleinen Löffel gegessen. Vor dem Servieren werden fein gewürfelte Tomaten und fein gehacktes Korianderkraut oder glattblättrige Petersilie unter die Cebiche gemischt. Anschließend noch kurz ziehen lassen.

 

*****

 

Cebiche mixto mit Choclo (Maiskolben) und Camote (Süßkartoffel)

Cebiche mixto mit Choclo (Maiskolben) und Camote (Süßkartoffel)

 

Cebiche mixto
marinierter Fisch mit Meeresfrüchten

(für Büffet oder als Vorspeise)

Zutaten:

Zusätzlich zu den Zutaten für normale Cebiche je nach Lust und Geldbeutel:

500 gr Meeresfrüchte

    Langostinos, frisch oder tiefgefroren
    Tintenfische, frisch oder tiefgefroren
    Muscheln, frisch oder tiefgefroren
500 gr Fischfilets statt 1 kg

 

Zubereitung:

Tiefgefrorene Zutaten getrennt auftauen.
Tintenfische, wenn nötig, säubern, in Streifen schneiden; in etwas Salzwasser mit einer fein gehackten Knoblauchzehe wenige Minuten kochen und abkühlen lassen.
Muscheln, wenn frisch, wenige Minuten in Muschelsud kochen, auslösen und abkühlen lassen.
Fisch wie bei der Standardversion marinieren.
Wenn der Fisch fast fertig mariniert ist, Meeresfrüchte dazugeben, alles gut durchmischen, evtl. noch etwas nachwürzen und - wie oben – anrichten und servieren.

Auch die Cebiche mixto gibt es als mexikanische Variante mit Tomate und Koriander.

*****
Escabeche de pollo
Hähnchenkeulen, sauer-pikant eingelegt

(für ein Büffet oder als Hauptgericht oder Vorspeise)

Zutaten:

8 Hähnchenkeulen, tiefgefroren oder frisch, wenn als Hauptgericht, dann entsprechend mehr
10 frische, große Knoblauchzehen
Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen
½ - 1 Teelöffel Chilipulver oder Cayennepfeffer
4 große Zwiebeln
2 - 3 Tassen gutes Speiseöl (Sonnenblumen- oder Maisöl)
4 hartgekochte Eier
2 - 3 Esslöffel schwarze Oliven ohne Steine, halbiert
Salz und Pfeffer
frischer Koriander oder glattblättrige Petersilie
2 – 3 frische gelbe, rote und grüne Peperoni

Getrockneter Oregano

3 Esslöffel Essig
1 Kopfsalat
8 mittelgroße Kartoffeln und/oder 4 vorgekochte Maiskolben

 

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen schälen und mahlen, eine Hälfte beiseite stellen,
die andere Hälfte mit 1 Teelöffel Öl verrühren, eine gute Prise Salz, Pfeffer aus der Mühle und eine Messerspitze Cumin hinzufügen und alles zu einer Paste verrühren.
Die Hähnchenkeulen, wenn nötig, auftauen, waschen und trocken tupfen und gut mit der Paste bepinseln und ½ - 1 Stunde ziehen lassen, nicht in den Kühlschrank stellen.
Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Hähnchenkeulen bei mittlerer Hitze knusprig durchbraten.
Eine Servierplatte mit Salatblättern auslegen und die warmen Hähnchenkeulen darauf anrichten.
Die Zwiebeln in grobe Ringe schneiden und mit den fein geschnittenen Peperoni (sorgfältig Kerne und Häutchen entfernen!), dem restlichen gemahlenen Knoblauch, einer Prise Oregano, Salz und Pfeffer aus der Mühle in reichlich Öl in derselben Pfanne weichdünsten, nicht bräunen, mit Essig ablöschen und noch einige Momente zugedeckt weitergaren lassen.
Die Zwiebelmischung über die Hähnchenkeulen verteilen, alles mit den halbierten Oliven und den geviertelten hartgekochten Eiern garnieren, die gekochten und halbierten Kartoffeln und die in Scheiben geschnittenen Maiskolben um die Keulen herum am Rand der Platte anrichten.
Abkühlen lassen und noch leicht warm servieren; nicht in den Kühlschrank stellen.

Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils

*****


Escabeche de Pescado
Fisch sauer-pikant eingelegt

(die Zubereitung ist mehr oder weniger die gleich wie die der Hähnchenkeulen)

Zutaten:

1 kg Fischfilets (Rotbarsch, Kabeljau, Seehecht)
oder 1 kg
ganze Fische (Stöcker, Sardinen oder ähnliche kleinere Seefische), ausgenommen, ohne Kopf

Zubereitung:

Die Fische, ähnlich wie die Hühnerkeulen, erst marinieren, dann in der Pfanne knusprig braten und anschließend die Zwiebelmischung darüber verteilen, alles mit den halbierten Oliven und den geviertelten hartgekochten Eiern garnieren, die gekochten und halbierten Kartoffeln und die in Scheiben geschnittenen Maiskolben um den Fisch herum am Rand der Platte anrichten.

Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils

*****


Frijoles negros batidos

Püree von schwarzen Bohnen

(auch in Mexiko sehr beliebt)
(Beilage zu gebratenem Fleisch und Reis)

in Deutschland am leichtesten mit Kidney-Beans zuzubereiten

Zutaten:

3 Dosen Kidney-Bohnen, Abtropfgewicht je ca. 250 gr
Salz, Pfeffer
1 große Zwiebel
1 Messerspitze Chilipulver oder Cayennepfeffer
½ Tasse
gutes Speiseöl (Sonnenblumen- oder Maisöl)
200 gr roher, geräucherter Schinken in 2 - 3 Stücke geschnitten
8 Knoblauchzehen
1 -2 frische Peperoni, fein geschnitten (Kerne und Zwischenhäutchen entfernen!)

 

Zubereitung:

Von den Kidney-Bohnen einen Teil der Flüssigkeit abgießen, dann die Bohnen in einem Topf mit etwas Öl, damit nichts anbrennt, mit dem Schinken etwa 20 Minuten kochen.
Den Schinken herausnehmen, die Bohnen pürieren.
Den Schinken fein schneiden und mit der fein geschnittenen Zwiebel und den übrigen Zutaten im Öl in einer tiefen Pfanne braten, bis leichte Bräunung eintritt.
Das Bohnenpüree in die Pfanne füllen, bei reduzierter Hitze alles gut durchmischen und zum Servieren in eine Schüssel füllen.

*****
 

 

Papas a la Huancaína

 Kartoffeln nach Huancayo-Art
(für ein Büffet oder als Vorspeise)
Zutaten:

8 mittelgroße festkochende Kartoffeln
4 hartgekochte Eier
8 Salatblätter (am besten Romana-Salat)
1 Eßlöffel schwarze Oliven
200 gr Weißkäse oder Feta, ersatzweise Quark
4 - 6 sorgfältig entkernte und von den Zwischenhäuten befreite frische rote oder gelbe Peperoni
½ Teelöffel Kurkuma (Gelbwurz), gemahlen
½ Tasse Dosenmilch unverdünnt
1 Tasse Speiseöl (Sonnenblumen- oder Maisöl)
Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack
1 große Zwiebel
1 Teelöffel Cayennepfeffer od. Chilipulver
2 Limetten

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen, schälen, abkühlen lassen und anschließend in einer flachen Form auf den Salatblättern anrichten; beiseite stellen.

4 entkernte frische rote Peperoni mit dem Käse oder Quark und der Dosenmilch pürieren, Kurkuma hinzufügen und die Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden, in eine kleine Schüssel legen, mit Chilipulver oder Cayennepfeffer überstäuben, salzen, pfeffern und mit Limettensaft übergießen; ziehen lassen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, vom Feuer nehmen und die Käse-/Quarkcreme darunterrühren; so lange rühren, bis eine gleichmäßige Sauce entstanden ist.
Die Sauce über die gekochten Kartoffeln gießen und abkühlen lassen.
Die mit der Sauce übergossenen Kartoffel mit den geviertelten hartgekochten Eiern, den Oliven und den marinierten Zwiebelringen und evtl. 2 in feine Ringe geschnittenen Chilis oder Peperoni garnieren.

Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils

 

*****

 

Tamales

 
Tamales
Gefüllte Maispäckchen
auch in Mexiko und den Ländern Mittelamerikas sehr beliebt

(vereinfachte, standardisierte Form)

Zutaten:

10 große, noch nicht ganz harte, frische Maiskolben
(die Blatthüllen der Maiskolben aufheben!)
oder 500 gr Maisschrot für Polenta und 5 Dosen Maiskörner
1 Tasse
gutes Speiseöl (Sonnenblumen- oder Maisöl)
3 Zwiebeln, kleingehackt
½ Bund fein gehackter frischer Koriander bzw. frisch gehackte glattblättrige Petersilie
Salz und Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack
1 Messerspitze Cumin-(Kreuzkümmel)Pulver
1 - 2 pürierte frische Chilis (Peperoni)
2 hartgekochte Eier
¼ kg feingehackter kalter Schweinebraten oder vorgebratenes Hähnchenfleisch
½ Tasse Sultaninen
10 - 12 entkernte kleingeschnittene schwarze Oliven

 

Zubereitung:

Die Maiskörner von den Kolben schaben.
Die Körner bzw. den Maisschrot in wenig Wasser kurz aufkochen (Vorsicht, damit nichts anbrennt), abkühlen lassen und mit dem Dosenmais in einer Schüssel vermischen.
In einer Pfanne das Öl erhitzen und darin Zwiebeln, Cumin sowie die Chilis dünsten und mit Salz und rotem (ersatzweise schwarzem) Pfeffer aus der Mühle würzen, nicht braun werden lassen.
Vom Feuer nehmen, die Hälfte der Zwiebel-Chili-Mischung in die Schüssel mit der Maismasse geben und frisch gehackten Koriander bzw. die gehackte Petersilie darunter mischen.
In der anderen Hälfte der Zwiebel-Chili-Mischung den Schweinebraten dünsten bzw. das Hackfleisch braten, etwas abkühlen lassen, die geschnittenen hartgekochten Eier , die kleingeschnittenen Oliven und die Sultaninen darunter mischen und eine Weile ziehen lassen.
Die Maiskolbenhüllen kurz in kochendes Wasser legen, um sie biegsam zu machen, dann herausnehmen und in kaltem Wasser abschrecken.
Auf die flach ausgebreiteten Maiskolbenhüllen mit einem Löffel eine dünne Schicht Maismasse auftragen, darauf eine Schicht Fleischmischung, darauf erneut Maismasse und dann die Maisblätter zu Rouladen zusammenrollen, die offenen Enden umschlagen und die so gewonnenen Päckchen mit Streifen von Maisblättern oder sauberem Bindfaden zubinden.
In einem großen Topf wenig leicht gesalzenes Wasser erhitzen und die Tamales auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen, mit frischem Mais 60 - 90 Minuten.
Nach dem Garen die Päckchen auf Tellern auspacken und mit den Inhalt mit einer pikanten Sauce (s.u.) essen.


Beilage:
Salsa picante
oder Salsa picante de tomates

Getränkeempfehlung:
ein gut gekühltes Pils


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Salsa picante
 pikante Sauce

Zutaten:

3 - 4 frische rote und grüne Chili-Schoten, gesäubert, Kerne und Zwischenhäute entfernt. Vorsicht: Mit den Fingern nicht in die Augen kommen

1 TL Wasser

1 TL Limettensaft

 

Zubereitung:

Die Zutaten pürieren und in Schüsselchen füllen

 

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Salsa picante de tomates

pikante Tomatensauce

 Verfeinerte Version der Salsa picante, aromatischer, weniger scharf

als Dipp oder Sauce über Nudeln, Fisch, Chicken Wings oder (Süß)Kartoffel


Zutaten:

2 - 3 frische rote und grüne Chili-Schoten

6 Tomaten

2 Limetten

2 EL Olivenöl

Meersalz

1 TL brauner Rohrzucker

1 Zwiebel

3 - 4 EL Korianderblättchen bzw. glattblättrige Petersilie

 

Zubereitung:

Die Chilischoten und die Tomaten waschen, Chilischoten der Länge nach aufschneiden, Kerne und Zwischenhäute entfernen. Tomaten vierteln, Stielansätze herausschneiden, dann Chilischoten und Tomaten in einem kleinen Topf zusammen mit ½ Tasse Wasser ca. 5 Minuten dünsten. Abkühlen lassen. Limettensaft, Olivenöl, eine Prise Salz und Zucker hinzufügen und alles mit einem Stabmixer je nach gewünschter Konsistenz kürzer oder länger zerkleinern und in eine Schüssel füllen.

Die Zwiebel fein hacken. Koriander- bzw. Petersilienblätter von den Stielen zupfen, klein schneiden und zusammen mit der fein gehackten Zwiebel unter die fertige Salsa mischen..

 

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