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Bier & mehr

 

Aktuelle Meldungen:

Februar 2015

Die Distelhäuser Brauerei wurde nach dem großartigen Erfolg beim DLG-Qualitätstest 2014 (12 Goldmedaillen für ihre eingereichten Biere und der Titel "Brauerei des Jahres 2014") im Februar 2015 beim DLG- Qualitätswettbewerb erneut mit 11 Goldmedaillen ausgezeichnet und gilt damit weiterhin als derzeit beste Brauerei Deutschlands.

 

Oktober 2014

Die über die Grenzen von Unterfranken hinaus bekannte private KAUZEN BRÄU in Ochsenfurt hat einen Schritt aus dem Biergeschäft hinaus gewagt und mit einem 2011er Jahrgangs-Single Malt Whisky, der 3 Jahre in Barriquefässern aus französischer Eiche ruhte, in denen vorher fränkische Rotweine reiften, nicht nur einen erfolgreichen Schritt auf den Whisky-Markt getan, sondern auf Anhieb auch einen schönen weichen, hell bernsteinfarbenen Whisky mit dezenter Vanillenote geschaffen, der von Whisky-Kennern hoch gelobt wird.

Weitere Details unter Brennereien

 

Oktober 2013

Der Biergarten des Würzburger Hofbräukellers wurde kürzlich in einer vom Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur initiierten Abstimmung in der Kategorie über 500 Sitzplätze mit großem Abstand zum schönsten Biergarten Deutschlands gewählt. Die Wirtsfamilie Henke verwöhnt ihre Gäste mit fränkischen und saisonalen Spezialitäten. Als Tip für einen Besuch in Würzburg für die nächste Biergartensaison:

      Würzburger Hofbräukeller

      Höchberger Str. 28, 97082 Würzburg

      Tlf. 0931 - 42970

 www.wuerzburger-hofbraeu.de

 

Auch der stimmungsvolle Brauerei-Gasthof ALTER KRANEN neben der Schiffsanlegestelle am Mainufer im Zentrum von Würzburg gehört heute zur Würzburger Hofbräu. Von seiner weitläufigen Sonnenterrasse und dem Biergarten bietet sich ein wunderschönen Blick auf die Alte Mainbrücke und die Festung Marienberg.

      Am Kranenkai 1, 97070 Würzburg

      Tlf. 0931 - 99 13 15 45

www.alterkranen.de

 

Der zweite Sieger bei der Biergartenprämierung kommt übrigens ebenfalls aus Franken: die Pflugsmühle

      91183 Abenberg in Mittelfranken

      Tlf. 09873 - 97980

www.pflugsmuehle.de

 

*****

 

BIERFRANKEN

Das sind die östlichen und nördlichen Teile Frankens, im Wesentlichen Mittelfranken und Oberfranken, doch auch Unterfranken und die angrenzenden Gebiete von Baden-Württemberg und Hessen sind keine Bierdiaspora, auch dort findet man bemerkenswerte Biere.

Der Schwerpunkt der Bierkultur in Franken liegt aber zweifelsohne in Oberfranken, das mit über 200 Brauereien die höchste Brauereidichte der Welt hat und zahlenmäßig weit mehr Brauereien aufzuweisen hat als jedes andere Land in Europa, weltweit übertroffen nur von den USA, China und Russland.

Auf jeweils 5500 Einwohner kommt im Durchschnitt eine Brauerei - das ist Weltrekord.

http://www.bierland-oberfranken.de/

 

Städte wie Bamberg, Kulmbach, Bayreuth oder  - nicht weit entfernt in Mittelfranken - Erlangen und Nürnberg haben einen Namen als Bierstädte mit langer Geschichte und Tradition. Doch auf dem Land ist die Zahl der Brauereien und Biersorten am größten, allein in der relativ kleinen Fränkischen Schweiz gibt es über hundert kleine Braustätten und Hausbrauereien, deren Biere, was die Geschmacksvielfalt und damit das Genusserlebnis betrifft, die Konkurrenz der Massenerzeugnisse der großen Brauereikonzerne nicht zu fürchten brauchen.

 

Auf der Internetseite der Region Fränkischer Jura/ Fränkische Schweiz

http://www.freizeit.frankenjura.com/

findet sich unter der Schaltfläche "Braukunst im Frankenland" eine interaktive Karte mit sämtlichen Brauereien der Fränkischen Schweiz zwischen Staffelstein im Norden und Hersbruck im Süden. Verdursten muss hier niemand, auch nicht zum Alkoholiker werden, denn neben der großen Auswahl an verschiedenen Bieren gibt es auch exzellentes Quellwasser - in bester Brauqualität.

 

Es verwundert kaum, dass sich in Bierfranken, dem Land der Brauereien,  auch zahlreiche Beispiele jahrhundertealter Biertradition erhalten haben: Kellerhäuschen, von Kellern unterhöhlte Hügel, Kellergassen und -straßen sowie Sommerkeller, die seit dem Mittelalter speziell für die kühle Lagerung und den Genuss von Bier gebaut wurden und mit der Zeit teilweise für den ganzjährigen Betrieb erweitert wurden und heute die Basis und den Rahmen für stimmungsvolle Feste abgeben.

 

Am bekanntesten sind heute die 16 Keller am Erlanger Burgberg, ein unterirdisches Labyrinth, mit einer Gesamtlänge von über 20 Kilometern rekordverdächtig. Dort beginnt  alljährlich am Donnerstag vor Pfingsten die berühmte Bergkirchweih, auf Fränkisch die Berchkerwa. Unter dem Motto Der Berg ruft!  wird im Freien unter  mächtigen Eichen ausgelassen gefeiert, bis 10 Tage später das Fest zuende geht, wenn das Fass unter riesiger Anteilnahme begraben wird. Mittlerweile ist aus eher bescheidenen Anfängen eines der größten und beliebtesten Volksfeste in Deutschland entstanden.

http://www.erlangen-marketing.de/tourismus/bierstadt/

http://www.berch.info/

http://www.der-berg-ruft.de/

Das Stadtmarketing wirbt heute ganz offiziell auch für Erlangen als Bierstadt, da darf ein Biermuseum nicht fehlen; zu finden in der kleinen, aber feinen Familienbrauerei Steinbach Bräu mit jahreszeitlich wechselnden süffigen Bieren. 

http://www.steinbach-braeu.de/

 

Auch die 23 Keller am Annaberg in Forchheim bilden den Mittelpunkt eines weiteren großen Bierfests in Franken, wo unter dem Motto alla Dooch Annafest (alle Tage ist Annafest) ebenfalls über den Kellern unter Bäumen die Post abgeht. Dass der Ursprung des Fests die Wallfahrt zur Kapelle der Heiligen Anna, der Mutter der Gottesmutter Maria, ist, an deren Gedenktag, dem 26. Juli, viele Menschen zum Annaberg kamen und sich nach dem Besuch des Gottesdiensts auf eine Stärkung freuten, ist den wenigsten Besuchern des Fests heute noch bekannt.

http://www.stadt-forchheim.de/

http://www.alladooch-annafest.de/

 

*****

 

Dennoch - der Reiz der fränkischen Bierkultur liegt eher in den kleinen Braustätten und Hausbrauereien mit ihrer Vielfalt an verschiedenen Biersorten und den lokalen Festen.

Nachteil: Der Genuss ist in der Regel nur vor Ort oder regional begrenzt möglich.

Fazit: Oberfranken ist - nicht nur deshalb - eine Reise wert.

 

*****

 

Verzeichnis der gängigen, in Franken gebrauten und getrunkenen Biersorten:    

 

Alkoholfrei - wie der Name sagt: alkoholfreies Bier, dem nach dem Gärprozess der Alkohol entzogen wurde

Bock -        typisches Starkbier mit hoher Stammwürze, da der Maische weniger Wasser beigemischt wird als bei

                   normal eingebrautem Bier: Mehr Gehalt (Nährwert) und höherer Alkoholanteil

Doppelbock - besonders gehaltvolles und starkes Bockbier

Dinkel -     obergäriges Vollbier, bei dem statt Gerste oder Weizen die alte, in Franken wiederbelebte Getreidesorte

                   Dinkel als Ausgangsstoff  für das Malz verwendet wird

Export -     untergäriges Vollbier (hell oder dunkel) mit einer Stammwürze von 12 - 14% und einem Alkoholgehalt

                    von etwas über 5%. Durch die untergärige Brauweise ist das Bier länger haltbar und damit auch für

                    längeren Transport aus dem Brauort hinaus (Export) geeignet

Festbier -   spezielles, für besondere Feste gebrautes süffiges Bier mit höherer Stammwürze und folglich höherem

                   Alkoholgehalt als normale Biere, z.B. Kirchweihbier

Hefeweizen hell/dunkel -    obergärige Biersorte; statt Gerste wird zur Herstellung von Malz Weizen als 

                    Ausgangsstoff für das Bier verwendet, entweder weniger (für helles) oder stärker (für dunkles Bier)

                    geröstet. Hefeweizen wird unfiltriert mit der Hefe getrunken.

Kellerbier - ungespundetes und unfiltriertes Bier, meist untergärig,  mit feiner Hefenote, das direkt nach der

                   Lagerung im Fass unfiltriert in Flaschen abgefüllt oder direkt in der Brauereigaststätte aus dem Fass

                   ausgeschenkt wird. Während der Gärung wird das Fass nicht gespundet, d.h. das Loch oben im Fass

                   wird nicht verschlossen, so dass ein Teil der Kohlensäure entweichen kann. Da das Bier nicht filtriert

                   wird, ist es leicht trübe und weniger lang haltbar, aber frisch getrunken, sehr bekömmlich und wegen

                   des Hefeanteils auch gesund. 

Kellerweizen - obergäriges Kellerbier auf der Basis von Weizenmalz

Kristallweizen - helles filtriertes und folglich klares Weizenbier

Lagerbier - untergäriges, für längere Lagerung gebrautes Bier (Pils, Export), erst nach der Erfindung von

                    Kältemaschinen erfolgreich, da das ganze Jahr hindurch gebraut und gelagert. In Deutschland in der

                    Regel heute ein Bier mit dem Stammwürzegehalt eines Vollbieres, aber weniger stark gehopft als Pils

Landbier -  dunkleres, häufig unfiltriertes, naturbelassenes untergäriges Vollbier mit einer dezenten Malz- oder

                    Karamelnote  

Leichtbier - Bier, das auf Grund eines besonderen Herstellungsprozesses (Gärvorgang bei unter 7 Grad) weniger

                     Alkohol und Nährstoffe als Vollbier enthält

Märzen -     kräftiges, stärker gehopftes Bier von goldgelber bis bernsteinbrauner Farbe. Ähnlich dem Exportbier

                    wurde das Märzen, wie der Name sagt, am Ausgang des Winters zur besseren Haltbarkeit während der

                    warmen Sommermonate stärker eingebraut und in mit Eis gefüllten Kellern eingelagert

Malz -         Ausgangsstoff für das Bier; in angekeimten Körnern (Gerste, Weizen, Dinkel) verwandelt sich die

                    Stärke in Zucker, der dann durch den Sudvorgang aus den Körnern gelöst und später zu Alkohol

                    vergoren wird. Die Körner, die Zucker statt Stärke enthalten, nennt man Malz

Malzbier -  alkoholfreies Bier, bei dem der Zucker nach dem Sudvorgang nicht zu Alkohol vergoren wurde

Obergäriges Bier -beruht auf der Verwendung von obergäriger Hefe, die beim Gärprozess eine höhere Temperatur

                    als untergärige Hefe benötigt

Pils -            untergäriges Bier, hell in der Farbe mit kräftigem, haltbarem Schaum und deutlicher Bitternote durch

                    stärkere Hopfengabe

Rauchbier - nach dem Auskeimen der Körner wird beim Röstvorgang der Rauch von Buchenholz durch das Malz

                     geleitet. Bamberger Spezialität mit starkem Aroma von geräuchertem Schinken

Starkbier -  s. Bockbier

Steinbier -   Die Bierwürze, das Malz, wird durch die Zugabe von glühenden Steinen erhitzt. Bei diesem

                     Brauverfahren karamellisiert ein Teil des Malzzuckers und verleiht dem Bier seine einzigartige

                    Karamellnote 

Untergäriges Bier - braucht zum Gärprozess untergärige Hefe, die abstirbt, wenn der Gärraum wärmer als 9 Grad

                    ist, deshalb konnte früher im Sommer nicht gebraut werden (vgl. Märzen), dafür ist untergäriges Bier

                    länger haltbar

"U" - Ungspunds (Bamberger Mundart) = Ungespundetes Bier s. Kellerbier

Vollbier -     Bier mit einerStammwürze von 11% bis knapp unter 16%

Weissbier - andere Bezeichnung für Weizenbier, obergäriges Bier

Weizenbier - muss in Deutschland mindestens zu 50% auf ber Basis von Weizenmalz gebraut sein

Zoiglbier -    untergäriges ungespundetes Bier, hell oder dunkel, das in der Regel von kleinen Braustätten in der

                      nördlichen Oberpfalz, der sog. Steinpfalz, und teilweise auch in Oberfranken hergestellt wird.

                      Wenn in einer der kleinen Brauereien Bier ausgeschenkt wird, dann ist der Zoigl-Stern am Haus

                      ausgeklappt. Zoigl < Zoiger < (An)Zeiger.

Zwickel(bier) - andere Bezeichnung für ungespundetes Kellerbier, so genannt nach dem "Zwickel", dem kleinen

                      Probehahn, der an jedem Lagerfass bzw. Lagertank angebracht ist.

 

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Auf der Folgeseite finden Sie eine kleine Auswahl fränkischer Braustätten und Bierspezialitäten, meine Favoriten, die es nicht überall, aber auch nicht nur am Brauort gibt:

 

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Braustätten und Bierspezialitäten

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WALTER LIEHMANN REISE SPECIALS  | Walter.Liehmann@t-online.de